Upcoming Trend Storyselling

Der Verkauf von Geschichten

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Der Verkauf von Geschichten

Das Erzählen von Geschichten wird schon seitdem es den Handel mit Ware, Geld oder auch Dienstleistungen gibt zur Verkaufsförderung eingesetzt. Nicht immer beruhen diese absatzfördernden Geschichten aber auf wahren Begebenheiten.
So scheint die Authentizität eines Kapitän Iglu und Peter von Frosta doch eher fraglich. Damals eher unwichtig, doch heute ist genau dies ein relevanter Punkt im Zuge des „Storysellings“.

„Und Wenn sie nicht gestorben sind“ – Wie wir mit emotional aufgeladenen Geschichten Marken kommunizieren

Im Zeitalter der Digitalisierung kommt heute keine Marketingstrategie mehr ohne Contentmarketing und Storytelling aus. Beides sind Begriffe, deren Grenzen fließend sind. Auch der recht junge Begriff "Storyselling" wird offensichtlich davon abgeleitet. Jedoch gibt es einen Unterschied, denn das Storyselling ist zwar “eine weitere Spielart des Contentmarketings”, so Andreas Wander, Geschäftsführer von Diva-e Textprovider, aber im Vergleich zu Contentmarketing und Storytelling vielmehr ein reines Vertriebsthema, denn neben der Emotionalisierung und Bindung der Kunden an die Marke, geht daraus ein klarer kommerzieller Fokus hervor. Hierbei versuchen Unternehmen zunehmend das Angebot durch Vergleiche mit Geschichten aus dem realen Leben plastisch, also greifbar zu machen. Die Kunst besteht darin, Fakten, Glaubwürdigkeit und Emotionalität miteinander zu kombinieren.

 

Aus Storytelling  wird Storyselling

Den Übergang vom bekannten Begriff Storytelling zum davon abgeleiteten neuen Begriff Storyselling, beschrieb Kai Bösterling, Deputy Managing Director Strategy bei Delasocial, jüngst so: “Storytelling wird dann zum Storyselling, wenn Marken User-Interaktionen durch personalisierte und dadurch relevante Ansprache generieren”. Gleichzeitig schafft Storyselling User-generated Content, da es aus dem realen Leben erzählt. Somit ist es gleichzeitig Branding, also Markenbildung, als auch Performance Marketing für Unternehmen und Marke. Dabei gilt: große Budgets sind nicht zwingend notwendig, denn man kann auch mit einer gut durchdachten Strategie sowie mit Willen und Einsatzbereitschaft sehr viel bewegen.

 

Information-Overload als Chance im Storyselling

Ist man innerhalb der sozialen Medien aktiv unterwegs, fällt eins besonders ins Auge: der Information-Overload - eine regelrechte Flutwelle an Informationen so weit das soziale Auge reicht. Doch genau dies bietet für das Storyselling prinzipiell gute Bedingungen. Für Unternehmen lohnt es sich Emotionen spielen zu lassen, denn Geschichten begeistern mehr als eine Flut an Fakten und Werbeversprechen. Gerade Themen wie Influencer Marketing oder das Darstellen von “Must-have”-Situationen, sind heutzutage wichtige Strategien im Online Marketing. Es geht darum, aus dem Leben zu erzählen, mit und von Menschen, die so sind wie du und ich... und vielleicht einen ganz besonderen Moment mit uns teilen.

 

Marken emotionalisieren

Gilt es Produkte oder Dienstleistungen zu kommunizieren, die im Markenkern keinen wirklich greifbaren Reason To Believe mitbringen und einen "relativ" austauschbaren Benefit liefern, kann auf der objektiven Ebene mit Fakten (Preisargument, Services etc.) geworben werden – auf der subjektiven mit emotionalen Geschichten und Vergleichen. Bewegen sich die Themenwelten dann noch auf einer charmanten und ggf. süffisanten Ebene, schafft dies schnell eine implizite Sympathie zur Marke und/oder Leistung, die unsere Kaufentscheidung ofmals weit mehr beeinflusst, als trockene Fakten.

teamfresh storryselling ad

 

Re-load vital® – Eine emotionale Geschichte mit großer Wirkung

Ein spannendes Beispiel zum Thema Storyselling ist die Kampagnenidee für “Re-load vital®”, konzipiert und umgesetzt von TEAM FRESH in enger Zusammenarbeit mit dem Marketingteam des Herstellers . Mit dem Bungee-Sprung des damals 90-Jährigen Apothekers Helmut Wirz am Hamburger Hafen, haben wir eine emotionale, inspirierende Geschichte erzählt, um das innovative Produkt „Re-Load vital®“ emotional weiter aufzuladen und (mediale) Aufmerksamkeit zu generieren.

helmut wirz

 

Der 90-Jährige Apotheker, der aus schwindelerregender Höhe sprang

Helmut Wirz war seit seinem Bungee-Sprung am 03. August 2015 der älteste Bungee-Springer mit den meisten Sprüngen: 113 Sprünge hat er in nur 16 Jahren Lebenszeit erfolgreich hinter sich gebracht. Zustande kam der Rekord-Satz aufgrund einer Wette, die er mit dem Hamburger Mediziner und Wissenschaftler Dr. Erich Döllefeld, dem 84-Jährigen Erfinder des Nahrungsergänzungsmittels „Re-Load vital“, bei einer gemeinsamen Ballonfahrt abgeschlossen hatte. Schon seit seinem ersten Sprung war seine Geschichte um die Welt gegangen. Er war Titel-Star einer Veröffentlichung der Weltgesundheitsorganisation über Sport im Alter. Auftritte im Fernsehen, sowie große internationale Fotoserien kurz vor den Olympischen Spielen in London kamen hinzu.

Wir haben daraus eine unverwechselbare, einzigartige und mitreißende Geschichte geschrieben, vermarktet und schon damals DO’s und DON’TS des Storysellings abgehakt. Dass die von uns erzählte Geschichte über den Apotheker Helmut Wirz spannend und aufmerksamkeitsstark war, ist keine Frage - glaubwürdig mussten wir sie nicht machen - sie war real! Indem wir darüber ein Video sowie einen Werbespot für Sat1, Sat1 Gold und Pro Sieben MAXX gedreht haben und vor allem zum eigentlichen Event auch gleich einige Medienpartner eingeladen haben, erzeugten wir initiale Reichweite... Mit AdHoc Meldungen wurder das Feuer gelegt -  Der Rest war ein Schneeball. Das Charmante daran: die Geschichte wurde wenig kommerziell erzählt, wodurch sie greifbar und äußerst emotional  aufgenommen wurde. Dennoch war das Produkt „Re-Load vital®“ während der gesamten Geschichte präsent. Das Helmut Wirz als ehemaliger Apotheker um die Vorteile seines favorisierten Nahrungsergänzungsmittel wusste, liegt auf der Hand.

  

Good Guys – Ein kleines Rätsel im Bahnhofsviertel

Ein weiteres Beispiel für spannende Geschichten ist die Launchkampagne der Frankfurter Szene-Gastronomen von GOOD GUYS. Bereits viele Wochen vor der eigentlichen Eröffnung im aktuell recht gehypten Frankfurter Bahnhofsviertel, haben wir nach unserer finalen Corporate Identitiy Umsetzung für den Kunden ein kleines Konzept zur Genrierung von Neugier und Interesse erarbeitet und implementiert. Das in prominenter A-Lage gelegene Ladenlokal wurde mit Holzbrettern und Logo-Branding vor neugierigen Blicken abgeschirmt. Viele Passanten fragten sich im Vorbeigehen, was es mit der neuen Location auf sich hat. Die Subline "Burgers & Fries" haben wir unter dem Logo GOOD GUYS bewusst weggelassen. So hätte der Name für alles Mögliche stehen können - gerade im schillernden Nachtleben des Bahnhofsviertels bleibt hier viel Spielraum für Interpretationen und Spoekulationen. Eben diese haben wir mit einer Vorab-Social-Media Kampgane entsprechend geschürt und angefeuert. Mit Kampganen-Themen wie "Who´s that GOOD GUY" und "Have YOU seen the GOOD GUYS" und entsprechenden Hashtags konnten wir viel Awareness erreichen. Auf einer kleinen Landingpage, als Vorabseite vor dem Launch der eigentlichen Website wurde erst zur Eröffnung das "virtuelle Holztor" geöffnet und das Geheimniss offenbart - analag zum Ladengeschäft in der Offline-Welt.

Viele Touristen und Passanten haben angefangen unter dem Hashtag Selfies zu posten und für einen entsprechenden Schneeball-Effekt gesorgt. Interaktion frei Haus. Sogar lokale Künstler haben die digitale und echte Holzwand inszeniert und pubpliziert.

Ein gutes Beispiel für interessante Geschichten – selbst wenn man sie gar nicht wirklich erzählt, sondern nur die Saat legt und der Entwicklung einer Eigendynamik dient.

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